19.09.08
SPD Landratskandidatin will sich profilieren
Mit äußerstem Befremden nehmen die Christdemokraten mit ihrer Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Judith Lannert, der Bundestagsabgeordneten Patricia Lips und auch dem Landratskandidaten Dr. Arno Zips einen aktuellen Bericht der Odenwälder SPD mit Frau Dr. Ober zur Kenntnis. Mit dem Bericht vom 19.9.08 zum Baufortschritt der B 45 Ortsumgehung Höchst macht sie vor allem einen völlig untauglichen Versuch, die Baumaßnahme allein als sozialdemokratische Anstrengung im Kreis zu vereinnahmen.
„Bislang ist der Bau der Umgehung B 45 Höchst auf Bundesebene von allen unseren Vorgängern bis hin zu Frau Dr. Ober und mir mit allen Kräften unterstützt worden. Es war ja gerade die Stärke des Zusammenhalts aus der Region, die zur Umsetzung führte. Umso mehr bedaure ich sehr persönlich die einseitigen Einlassungen meiner ehemaligen Kollegin heute. Es ist geradezu perfide, den Eindruck erwecken zu wollen, die Umsetzung dieses Projekts sei einzig ihr selbst und den Landräten der eigenen Partei zuzuschreiben. Die Aussage gar, sie selbst sei für die Einstufung des Projektes in den vordringlichen Bedarf auf Bundesebene verantwortlich gewesen, ist glatt gelogen: Dies geschah bereits 1993 unter CDU/FDP-Regierung und damit deutlich vor ihrer Zeit im Deutschen Bundestag. Bei allem kollegialen Verständnis für Wahlkampfzeiten: absolut unverzeihlich ist es, als Gipfel auch noch den jahrzehntelangen ehrenamtlichen (!) Einsatz zahlreicher Menschen in Höchst völlig auszublenden.“ erklärt Patricia Lips MdB. „Frau Ober hat wohl völlig vergessen, dass beispielsweise auch die CDU-geführte hessische Landesregierung mit Verkehrsminister Dr. Rhiel 2003 den Planfeststellungsbeschluss unterzeichnete, damit Baurecht erst schuf und so die Basis für den Spatenstich legte,“ kommentiert Judith Lannert. Und Dr. Arno Zips ergänzt: „Sind Frau Dr. Ober die Fußstapfen des scheidenden Landrates, in die sie treten will, womöglich zu groß? Ich vermisse eigene Perspektiven und Ziele, die sie für den Odenwaldkreis im Bereich der Verkehrspolitik verfolgt. Hier bleibt sie den Bürgerinnen und Bürgern klare Aussagen schuldig und rühmt sich stattdessen mit den Taten aus vergangenen Tagen.“